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Aufzug

Aufzug

 

Vorgestern hat jemand unter einen meiner Beiträge geschrieben, dass man sich vorstellen soll man würde neben der unliebsamen Person in  einem Aufzug feststecken.

Ich habe geantwortet, dass mir dazu jetzt schon was einfallen würde, was ich aber nicht weiter ausführen würde. Das habe ich mir jetzt anders überlegt.

 

Also zum Thema Aufzug: Ich hasse Aufzüge. Wirklich. Ich stelle mich rein und rechne von vorn herein damit, nicht mehr raus zu kommen.  Deswegen stelle ich mich so selten wie möglich in einen. Ich bin ja nicht masochistisch.  

 

Ich weiß nicht woher diese absolute Phobie kommt, aber sie war schon immer da.

Als wir in den 90ern in München in einem Neubau direkt unter dem Dach gewohnt haben, bin ich alle so und so vielen Stockwerke nach unten gelaufen, weil ich lieber gestorben wäre, als in diesen Aufzug zu steigen. Der Weg nach unten schien ewig und irgendwann war ich der Meinung, das Treppenhaus sei verhext und ich müsse jetzt den Rest meines Lebens Treppen runter laufen. Da haben die Märchen meiner Mutter wohl doch durchgeschlagen. Aber schließlich bin ich dann doch unten angekommen und meine Mutter und mein Onkel haben gefragt, warum ich so rennen würde.

 

Das war das erste Mal, dass ich mich lieber für Laufen als für Fahren entschieden habe, danach wurde es zur Regel.

Mit 15 Jahren bin ich dann doch noch mal in einen Aufzug gestiegen und was ist passiert?

Wir sind stecken geblieben.  Okay, es war abzusehen. Wir haben uns zu 12. in einen Aufzug gestellt, der explizit für 6 Leute war. Trotzdem kam es mir wie ein schlechter Witz vor. Ich konnte richtig spüren, wie der Sauerstoff immer knapper und knapper wurde. Als der Aufzug dann doch im nächsten Stockwerk ankam, hat ein Betreuer uns zusammengestaucht und sechs von uns raus gezogen.

 

Mit 16 Jahren habe ich dann ein Buch gelesen, es heißt „Die Verlorenen von New York“ und ist die Fortsetzung von „Die Welt wie wir sie kannten“.

Es geht darum, dass der Mond bei einem Asteroidenaufprall, der im ersten Band als Spektakel in einer amerikanischen Kleinstadt gefeiert wird, aus seiner Umlaufbahn geschleudert wird und das Klima und alles was damit zusammen hängt, durcheinander bringt.

In „Die Verlorenen von New York“ nun ist das Ganze schon etwas her, New York ist wie leer gefegt und drei Geschwister versuchen in ihrer Wohnung und den leer stehenden Wohnungen ohne Eltern zu überleben. In unregelmäßigen Abständen gibt es wieder Strom.

Eines Tages steigt die mittlere Schwester in den Aufzug, um in eine andere Wohnung zu fahren und bleibt verschwunden.

Nach drei Tagen Stromausfall wird ihre Leiche im Aufzug gefunden. Sie ist verdurstet.

 

Nach diesem Buch war’s dann echt vorbei.

 

Als ich mit meinem Freund seine Familie besucht habe, waren wir in Zwickau in einem Kaufhaus und sind Aufzug gefahren. Die ganze Zeit musste ich überlegen, wer sich im schlimmsten Fall der Fälle wohl auf die anderen stürzen würde um sie umzubringen, damit der Sauerstoff länger für ihn selbst reichen würde. Würde man diesen Gedanken konsequent weiter denken, sähe er wahrscheinlich anders aus: zwei von drei würden sich absprechen und sich auf die dritte Person stürzen. Da ich die Kleinste von uns war, wäre das wohl ich gewesen.  Danach würden diese zwei sich aufeinander stürzen und der Letzte würde entweder rechtzeitig rausgeholt werden oder dann doch verdursten.

Obwohl es eigentlich vernünftiger wäre, wenn der Größte dem Kleinsten seinen Sauerstoff überlassen würde, schließlich verbraucht der Größere auch erst mal mehr Sauerstoff, aber wer macht so was schon?

Es würde also wirklich einen Kampf auf Leben und Tod bedeuten und am Ende würde ich mit meinen 1,58 Metern wohl verlieren.

 

Man kann sich jetzt also vorstellen, was in meinem Kopf abläuft, wenn ich mir vorstelle, mit einer, mir unsympathischen  Person, in einem Aufzug festzustecken. Einer ist am Ende tot.

 

Wow bin ich wieder gut drauf. Kaum  denke ich an Aufzüge, stelle ich mir vor, wie mich mein eigener Freund ermordet um mehr Sauerstoff zu bekommen.  Ich habe ja wirklich ein Urvertrauen in die Menschen.

20.4.17 15:51
 
Letzte Einträge: Der Empfang, In einer Frühlingsnacht, Fremdes Leben, Beziehungspause II, Schwanger!


bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Indianwinter (20.4.17 16:56)
Hallo,
interessanter Gedanke, ob man seinen eigenen Freund um die Ecke bringen würde... : )
Vor allem, wie sollte man es anstellen, einem anderen den Sauerstoff zu überlassen-sich erwürgen lassen, vielleicht, oder der Gedanke, mit dem eigenen Kind im Aufzug festzustecken, Horror pur
Mein Aufzugerlebnis hatte ich allein. Ich bin auch steckengeblieben und musste mich echt zusammenreißen, um nicht in Panik zu geraten. Wenn ich eines kaum ertragen kann, dann ist es Enge um mich herum und es war ein ziemlich kleiner Aufzug. Ich drückte auf den Knopf und hörte auch die Stimme, die mir mitteilte, es käme gleich jemand.
Es ging auch ganz schnell, doch diese wenigen Minuten kamen mir ewig vor und mein Vertrauen in die Dinger ist erschüttert, wenn irgend möglich, gehe ich lieber zu Fuß.
Noch blöder allerdings finde ich Paternoster, nicht zu verwechseln, mit fast gleichnamigem
Mitblogger


PP (20.4.17 18:25)
Auch ich hab eine Phobie vor Aufzügen, aber wenn ich fahren muss, bin ich gewappnet: Trage dann immer ein zweites Handy bei mir, etwas Notproviant und Wasser, eine Schlagbohrmaschine, um im Notfall ein Luftloch zu bohren und eine Heckler & Koch P 30, falls noch jemand im Aufzug steht .. ^^


meine-stories (20.4.17 19:11)
@Indianwinter: Ja das größte Problem ist wohl wirklich die Enge. @PP: Du machst keine halben Sachen oder? ;-) Derjenige der mit dir in einem Aufzug stecken bleibt, hat auf jeden Fall schlechte Karten ^^


padernosder (20.4.17 20:39)
Hallo,

ich finde gerade meine Leselupe nicht... ;-)


meine-stories (20.4.17 21:50)
Besser? ;-)


PP (21.4.17 14:43)
Du solltest - falls du möchtest - mal lesen: "Lebendig begraben" von Edgar Allan Poe. Daher auch die Anregung zu meinem eher schwarzhumorigen Kommentar. Wurde auch verfilmt mit Ray Milland in der Hauptrolle.

Da hat einer die Phobie, lebendig begraben zu werden und trifft alle Vorkehrungen. Aber als er dann wirklich lebendig begraben wird, hilft alles nichts .. Sehr beklemmend und ähnlich wie in einem Aufzug zu stecken, nur dass man in einem Sarg erstmal liegt. LG PP

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