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Zähne

Jetzt ist Madita 10 Wochen alt und seit 2 Wochen zahnt sie. Ich hatte von Anfang an den Verdacht, konnte mir aber nicht vorstellen dass es schon so früh losgehen kann.
Ich habe es dann der Krankenschwester gezeigt, die regelmäßig zu uns kommt und sie nur so: „Aha, geht es also jetzt los.“
Davor war ich beim Kinderarzt, der die Vertretung für den eigentlichen Kinderarzt macht.
„Ich glaube sie zahnt“
„Aha wie kommen Sie darauf?“
„Sie langt sich dauernd in den Mund und schreit, sie speichelt und nuckelt an allem herum was sie in die Finger bekommt außerdem ist das Zahnfleisch geschwollen.“
„Aha“ kurzer Blick auf das Kind, halbherziges herumstochern im Mund ohne richtig hinzuschauen
„Also in dem Alter bekommen Kinder noch keine Zähne.“ mitleidiges Lächeln „keine Sorgen wir werden schon keinen wichtigen Schritt der kleinen Prinzessin verpassen.“
Die „kleine Prinzessin“ liegt währenddessen auf dem Behandlungstisch, isst ihre Hände halb auf und schreit wie am Spieß.
„Ja also ich weiß auch nicht warum sie sich so benimmt. Was glauben Sie denn?“
„Keine Ahnung?“
Na dann alles gute für Sie beide.“
Als ich das der Krankenschwester erzähle lautet ihre einzige Antwort: „Ich hatte schon Kinder, die mit 4 Wochen Zähne bekommen haben.“
Mittlerweile sieht man schon die Spitze der unteren Schneidezähne.
17.6.18 02:12


Durchwachte Nächte

Nach 4 stündigem Windel wechseln, stillen und kuscheln schläft das Kind wieder. Ich nicht, denn ich hab in meiner grenzenlosen Weisheit um elf Uhr abends noch eine halbe Flasche Cola getrunken.
Am Nachmittag waren wir mit dem Kinderwagen in der Stadt und Madita ist ziemlich schnell eingeschlafen aber um Mitternacht war die Windel voll und das Kind hellwach.
Normalerweise kann ich mich nicht beschweren, sie schläft seit der dritten Woche durch, so dass ich fast immer meine Nachtruhe habe. Am Samstag war es nicht so, weil der Monitor ununterbrochen Fehlalarm gegeben hat - wenn es nach dem gegangen wäre, wäre Madita schon 100 mal gestorben, was dem Ganzen irgendwie so ein bisschen die Ernsthaftigkeit nimmt. Wenn das Ding piepst muss ich mich fast schon zwingen hinzuschauen, was natürlich nicht Sinn der Sache ist, aber bei regelmäßigem Fehlalarm gähnt man irgendwann einfach nur noch genervt, schaut das Kind an, das zufrieden seinen Schnuller festhält, und schaltet den Alarm ab.
Am Samstag war ihr Vater da und das Ding hat ab Mitternacht durchgepiepst. Normalerweise ist es die Sättigung, die nicht richtig messen kann, weil Madita -Überraschung! - ihre Füße bewegt. Diesmal hatte das Kind aber laut Monitor eine Herzfrate von 400. (Würde sie das überhaupt überleben?)Hinterher haben wir festgestellt dass ich einfach die Elektroden falsch geklebt hatte. Tja Pech gehabt. Jetzt hat sie drei schwarze Kreise auf dem Bauch - lieber ein angemaltes Kind, als ein unausgeschlafenes.
Naja hat ihr Vater eben feststellen dürfen, dass Eltern sein nicht nur immer süß und entspannt ist, aber er ist ja Gott sei dank ein entspannter Typ.
Später hat sie dann wieder 6 Stunden durchgeschlafen.

Ich hab übrigens festgestellt dass ich sie doch mittlerweile lieb habe.

Was haltet ihr eigentlich davon, sein Kind bei sich im Bett schlafen zu lassen? Meine Tochter hat vom ersten Tag an bei mir im Bett geschlafen und meine Mutter hat das bei uns als wir klein waren genauso gehandhabt aber die Großmutter väterlicherseits hat mir erst mal einen Vortrag gehalten dass das überhaupt nicht ginge.
Hätte mich einfach mal interessiert.
7.5.18 04:58


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